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Dünnwandige Keramik: Was sie so besonders macht

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Dünnwandige Keramik – dieser Begriff ist Ihnen vielleicht auch schon einmal aufgefallen. Aber was hat es damit eigentlich auf sich? Der Unterschied zwischen dünnwandiger und herkömmlicher Keramik ist schnell erklärt. Die dünnwandige Keramik ist schlanker und weniger klobig. Beim Querschnitt wird deutlich: dünnwandige Keramik ist reduzierter und leichter – und sie verbraucht damit auch weniger Rohstoffe. Zur Nachhaltigkeit tragen auch ein verringerter Energiebedarf bei Produktion und Transport bei. Ohne, dass man bei der dünnwandigen Keramik irgendwelche Kompromisse bei Härte und Stabilität eingehen müsste, werden filigrane, präzise und ungewöhnliche Formen ermöglicht, bei der herkömmliche Keramik an ihre Grenzen stößt.

Laufen machte den Anfang

Schon 2013 drängte der Keramik-Spezialist Laufen mit der ersten dünnwandigen Keramik auf den Markt. Mit seiner Saphirkeramik leistete das Schweizer Unternehmen Pionierarbeit. Die neuen aus diesem Werkstoff gefertigten Waschtische wurden im Rahmen der Serien Living und Kartell by Laufen präsentiert, es folgten die Kollektionen Val und Ino. Damals war dünnwandige Keramik ein Trend – heute ist sie mehr als das. Zahlreiche Hersteller folgten dem Beispiel Laufens und entwickelten ihre eigene dünnwandige Keramik für eine neue Generation an Waschtischen. Bei Villeroy & Boch heißt das Material TitanCeram und kommt u.a. bei den Serien Artis, Finion und Memento 2.0 zum Einsatz. Duravit nutzt den Begriff DuraCeram und verwendet diesen Werkstoff bei den Kollektionen Cape Cod, DuraSquare und Luv. Ideal Standard setzt bei seiner neuen Serien Ipalyss auf Diamatec – doch hinter diesem Begriff verbirgt sich auch nichts anderes als dünnwandige Keramik.

Die Vorteile der dünnwandigen Keramik

Saphirkeramik & Co. sind gerade bei Architekten und Inneneinrichtern sehr beliebt. Denn mit Hilfe der dünnwandigen Keramik sind weitaus präzisere Ergebnisse möglich als bei herkömmlicher Keramik. Auch sehr dünne Ränder und enge Radien sind umsetzbar, darüber hinaus feine haptische Strukturen, wie man sie bei der seitlichen Ablagefläche der Val Einbauwaschtische sehen kann. Ebenso möglich sind minimalistische, dekorative Elemente, die etwa in die Außenwände eines Waschtischs eingearbeitet werden können. Diese innovative Formen sind erst dank dünnwandiger Keramik möglich – Designer können sich bei dieser Art Keramik richtig austoben.
Bei identischen Abmessungen und Außenmaßen bedeutet ein dünnerer Rand verglichen mit herkömmlicher Keramik natürlich auch ein größeres Innenbecken. Die üblichen Vorzüge, die man mit Keramik verbindet, bleiben aber erhalten: das Material ist unempfindlich gegenüber den meisten äußeren Einwirkungen und außerdem sehr hygienisch zu nennen. Außerdem ist es sehr hart – im Fall von Laufens Saphirkeramik sogar so hart, dass man schon einen richtigen Diamantwaschtisch fertigen müsste, um ein noch höheres Maß an Robustheit zu schaffen.
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