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19. November: Wir begehen den Welttoilettentag

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Jeder von uns hat mindestens eine in seiner Wohnung, nutzt sie mehrmals täglich und sieht sich mit einem mehr oder weniger großen Problem konfrontiert, wenn einmal keine in der Nähe ist – die Rede ist von der Toilette. Das Bedürfnis, die Toilette aufsuchen zu müssen, ist völlig natürlich. Das Reden darüber jedoch weitestgehend tabu. Außer am 19. November, dem Welttoilettentag. Der Name klingt zwar zunächst lustig, doch der Welttoilettentag hat einen ernsten Hintergrund: Mehr als 40 Prozent der Weltbevölkerung haben keinen Zugang zu ausreichend hygienischen Sanitäreinrichtungen. Hierzulande, wo bei Umzug oder Renovierung nicht die Frage nach einer Toilette, sondern nach dem genauen Modell gestellt wird, ist dieser Zustand kaum vorstellbar. Deshalb zeigen wir Ihnen, was es mit dem Welttoilettentag auf sich hat, rufen die Entwicklung der Toilette in Erinnerung und stellen Ihnen interessante Trends vor.

Welttoilettentag – das steckt dahinter

Über 2,5 Milliarden Menschen weltweit sind nicht ausreichend mit Sanitäranlagen versorgt. Doch das ist nicht das einzige Problem: Der Mangel an Toiletten sorgt in den betroffenen Gebieten in Asien, Afrika und Südamerika für verunreinigtes Wasser und wasserbezogene Krankheiten wie Cholera, Typhus, Ruhr sowie Hepatitis A und E. Das gefährdet die Gesundheit und zieht eine Reihe von sozio-ökonomischen Folgen nach sich. Den Welttoilettentag hat die Welttoilettenorganisation erstmals am 19. November 2001 ausgerufen. Das Ziel der nichtkommerziellen internationalen Organisation ist die Verbesserung der sanitären Einrichtungen auf der ganzen Welt. Im Kampf für Sanitäranlagen hat auch die Generalversammlung der Vereinten Nationen am 24. Juli 2013 einstimmig für den Welttoilettentag votiert. Seitdem wird er jährlich am 19. November begangen.

Der zentrale Aspekt des Welttoilettentages ist es nicht, den Menschen in Industrieländern immer luxuriösere Toiletten zur Verfügung zu stellen, sondern Politiker und Verantwortliche in der Wirtschaft auf die katastrophalen Zustände in Schwellen- und Entwicklungsländern aufmerksam zu machen. Vor allem in den Slums am Rand der schnell wachsenden Städte und in Dörfern auf dem Land ist die Versorgung mit hygienischen Sanitäreinrichtungen nicht ausreichend. Von nationalen Regierungen fordert die Welttoilettenorganisation deshalb, mindestens drei Prozent der jährlichen Ausgaben in die Sanitär- und Wasserversorgung zu investieren und die zum Teil gigantischen Ausmaße der Korruption im Wassersektor zu bekämpfen. Denn ein internationaler Aktionstag allein verbessert die Situation von 40 Prozent der Weltbevölkerung noch nicht.

Eine kurze Geschichte der Toilette

Häusl, Klo, Thron, stilles Örtchen – die Bezeichnungen für die Toilette sind regional sehr unterschiedlich und regen oftmals zum Schmunzeln an. Das wundert nicht, denn die Entwicklung der Toilette ist ebenso wie die Menschheitsgeschichte sehr bewegt. Die Sumerer hatten in der Antike bereits eigene Räume mit Wasserspülung. Bei den Römern gab es sogar eine echte Klokultur: Die öffentlichen Latrinen verfügten über Sitze aus Marmor, Mosaike an den Wänden und eine Fußbodenheizung. Da hier 50 oder mehr Personen nebeneinander Platz hatten, war die Einrichtung nicht nur für das eigentliche Geschäft gedacht, sondern auch für Gespräche und Verabredungen. Der unter einer römischen Latrine befindliche Wassergraben beförderte die Hinterlassenschaften in den Abwasserkanal der Stadt.

Auch wenn die Hygienestandards der Römer nicht mit den heutigen vergleichbar sind, so übertreffen sie die des Mittelalters um ein Vielfaches. Auf der Straße entleerte Nachtöpfe und Plumpsklos über dem Burggraben sind keine ausgedachten Szenarien, sondern die Realität vor 1.000 Jahren. 1596 erfand der britische Dichter Sir John Harington das WC – Wasserklosett. Trotz genauer Bauanleitung interessierten sich die Menschen jedoch nicht dafür. Erst fast 200 Jahre später meldete Alexander Cummings das Patent an. Er erfand zusätzlich das doppelt gekrümmte Abflussrohr, was das Geruchsproblem löste. In Deutschland verbreiteten sich Toiletten mit Wasserspülung erst im späten 18. Jahrhundert in den Städten. Cummings Modell wurde zu unseren heute bekannten Tief- und Flachspülern weiterentwickelt.

Trends rund um die Toilette: spülrandlose Modelle und das Dusch-WC

Der Welttoilettentag ist ein passender Anlass, um die aktuellen Trends zu beleuchten. Die moderne Toilette verfügt nicht nur über eine Wasserspülung, sondern erleichtert die Hygiene mit weiteren sinnvollen Funktionen. So wie das Dusch-WC: Es vereint Bidet und Toilette. Die Dusch-Düse erhöht nicht nur den Komfort, sondern ist auch ein durchdachtes Hilfsmittel bei der täglichen Hygiene. Die einzelnen Hersteller bieten Modelle mit mehrfach verstellbarer Position, Trocknerfunktion sowie variablem Wasserdruck an. Sogar Dusch-WCs mit beheizbaren Sitzen sind erhältlich. Ein weiterer Trend ist das spülrandlose WC. Dieser Technologie gehört die Zukunft, denn durch den fehlenden Spülrand können sich auch weniger Bakterien und Schmutz ablagern. Zudem kann eine solche Toilette bis zu 100 Prozent der Beckenfläche umspülen und ist dabei leiser als die herkömmliche Variante. Die spülrandlosen Dusch-WCs der Hersteller Duravit, Ideal Standard, Keramag, Laufen und Villeroy & Boch gehören hinsichtlich Sauberkeit und Hygiene zu den besten Modellen, die der Toiletten-Markt derzeit bereithält.
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