Glossar

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Abfluss / Ablauf

Der Abfluss bzw. Ablauf dient dazu, gebrauchtes, verunreinigtes Wasser über Rohrleitungen in die Kanalisation zu entsorgen. Er wird an jedem WC und Bidet, an Duschen, Badewannen sowie Waschtischen benötigt. Jeder Abfluss funktioniert nahezu drucklos und richtet sich lediglich nach der Schwerkraft des Abwassers. An Badwannen und Duschen kann ein Ablauf aus preiswertem Kunststoff gewählt werden. Waschbecken und Waschtische hingegen werden oft mit einem sichtbaren Ablauf ausgestattet. Deshalb kommt hier bevorzugt eine verchromte Ablaufgarnitur zum Einsatz.


Ablaufhaube

Bei Handwaschbecken oder solchen Waschtischen, die nicht in einen Unterschrank integriert sind, ist in der Regel unter dem Becken das S-förmige Rohrgebilde des Siphons zu sehen. Um den Siphon zu verbergen, kommt die Ablaufhaube zum Einsatz. Sie wird auch als als Halbsäule bezeichnet. Diese Abdeckung besteht üblicherweise aus dem gleichen Material wie das Waschbecken, es gibt aber auch Modelle aus Kunststoff.


Absenkautomatik

Eine Absenkautomatik sorgt dafür, dass sich der Deckel des WC-Sitzes lautlos schließt. Es ist lediglich ein Antippen des Deckels notwendig, woraufhin dieser sich selbsttätig und leise senkt. Die Toilettensitze verfügen zu diesem Zweck über entsprechend konstruierte Scharniere, welche aus Kunststoff oder Edelstahl gefertigt sind. Der große Vorteil bei einer Absenkautomatik liegt nicht nur in dem leisen Schließen, sondern auch in der Tatsache, dass Kinder sich ihre Finger an einem sich sanft und selbsttätig schließenden Deckel nicht einklemmen können.


Acrylbadewanne

Seit etwa 30 Jahren gibt es Acrylbadewannen. Gegenüber klassischen Stahlwannen mit Emaille-Überzug hat eine Acrylbadewanne einige Vorteile. Der Werkstoff Acryl fühlt sich angenehm an der Haut an – vor allem wesentlich wärmer. Die glattere Oberfläche, die porenfrei ist, erlaubt auch eine vereinfachte Reinigung der Wanne. Acrylwannen gelten als schlag- und stoßunempfindlich. Ein Nachteil: Acrylbadewannen sind kratzempfindlicher als Stahlwannen. Kratzer lassen sich jedoch je nach Tiefe recht einfach durch entsprechende Politur oder Schleifpaste aus dem Fachhandel entfernen. Abschließend sei noch zu erwähnen, dass Acrylbadewannen aufgrund ihres deutlich geringeren Gewichtes einfacher einzubauen sind und eine große Formenvielfalt bieten.


Aluminium

Aluminium ist ein chemisches Element und gehört zur Gruppe der Erdmetalle. Es besitzt in seinem Urzustand eine silbrigweiße Oberfläche und findet beispielsweise in der Elektrotechnik bei großen Querschnitten von Stromversorgungskabeln seine Verwendung. Ein großes Einsatzgebiet des leichten Metalls sind allerdings auch Badmöbel. Die eloxierte Struktur der Aluminium-Oberflächen verleiht diesen Einrichtungsgegenständen einen edlen Charakter. Sie sind eine gleichwertige Alternative zu Badmöbeln aus Edelstahl. Aluminium wird aber auch bereits seit längerer Zeit in der Herstellung von Badheizkörpern verwendet. Diese Heizkörper sind nicht nur leichter als solche aus Stahl. Ihre Verbindungen sind im Gegensatz zu Schweißnähten an Heizkörpern aus Stahl auch hochgradig gegen Korrosion resistent.


Aluminiumguss

Schon sehr früh erkannten Bademöbelhersteller die Vorteile vom Aluminiumguss in der Herstellung wasserresistenter Möbel und Sanitäranlagen. Das vielseitig einsetzbare Aluminium kann je nach Zusammensetzung der Legierungselemente in beliebige Form gebracht werden. Für die Möbelherstellung ergeben sich daraus unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten, die mit anderen Werkstoffen auf diese Art und Weise nicht realisierbar wären. Durch nachgeschaltete Verarbeitungsprozesse kann die Oberfläche, je nach Bedarf matt, rau, oder hochglänzend poliert werden. Besonders die leichte Reinigung und die schmutzabweisenden Eigenschaften machen diesen Werkstoff so beliebt. Aluminiumguss wird zumindest bei der Teilfertigung von Armaturen und anderen Zubehörteilen, wie etwa Griffen oder Duschköpfen verwendet, darüber hinaus bei freistehenden Badewannen.


Anschlussbild

Ein Anschlussbild beschreibt detailliert, wie die Leitungen für Warm- und Kaltwasser, Abwasserrohre und Stromleitungen in der Wand verlegt worden sind. Anhand dieser Zeichnung kann man sich orientieren, an welchen Stellen ein Loch gebohrt werden kann, um Badezimmermöbel aufzuhängen oder an der Wand zu befestigen. Bei der Halterung für einen Waschtisch ist dieses Anschlussbild ebenfalls hilfreich, um nicht unbeabsichtigt die Wasserleitungen zu beschädigen und einen Wasserschaden zu verursachen. Ganz nebenbei hilft das Anschlussbild beim Anschluss der Warm- und Kaltwasserversorgung an den Wasserhahn.


Armatur

Die Armatur ist an jedem Waschtisch, jeder Badewanne und an anderen Sanitärausstattungen das sichtbare Teil, über das der Wasserzufluss reguliert wird. Sie wird auch umgangssprachlich als Wasserhahn oder Mischbatterie bezeichnet. Armaturen unterscheiden sich bereits hinsichtlich ihrer grundlegenden Technik. Mit lediglich einem Kaltwasseranschluss erfüllt die Armatur mit einem Drehgriff, Druckknopf oder Hebel die Funktion des herkömmlichen Wasserhahnes. Ist sie jedoch mit zwei Anschlüssen ausgestattet, dient sie dazu, Warm- und Kaltwasser in der gewünschten Temperatur zu mischen. Dies erfolgt in Form von zwei Drehgriffen, einem Einhebelmischer oder über ein eingebautes Thermostat. Alle diese Varianten der Armatur tragen die Bezeichnung Mischbatterie. In ihrer gebräuchlichsten Form besteht die Armatur aus einem Messingkörper mit Chromüberzug. Hochwertige Armaturen sind aber auch in rustikaler Form mit emaillierten Drehgriffen oder einem neuzeitlichen Design aus Edelstahl erhältlich.


Aufputz-Armatur

Bei der Aufputz-Armatur (kurz: AP-Armatur) handelt es sich um eine Armatur, die an der Wand montiert wird. Sie sorgt dafür, dass das Wasser in der Armatur vor der Wand gemischt wird. Aufputz-Armaturen sind in der Regel günstiger als die Unterputz-Varianten, für die man auch noch einen Grundkörper benötigt.


Aufsatz-Waschtische

Aufsatz-Waschtische werden immer beliebter, man könnte natürlich auch sagen, sie sind der neue Trend im modernen Badezimmer. Das Angebot der Aufsatz-Waschtische reicht von schlichten Waschschüsseln aus Glas bis hin zu Varianten aus Naturstein oder Marmor. Diese Waschtische werden einfach auf einem dafür gedachten Unterschrank oder einer an der Wand befestigten Waschtischplatte aufgesetzt. Für jeden Geschmack lässt sich der passende Waschtisch finden, denn die Auswahl ist recht breit gefächert.


Ausgussbecken / Spülstein

Das Ausgussbecken ist unter anderem auch als Spülstein oder einfach als „Ausguss“ bekannt. Das spezielle Ablaufbecken wird zur Beseitigung von Schmutzwasser verwendet. Abhängig von der Art des verunreinigten Wassers sind die Becken aus unterschiedlichen Materialien gefertigt. Am häufigsten kommen Porzellan, Steinzeug, Edelstahl und besonders strapazierfähige Kunststoffe zum Einsatz. Ausgussbecken gehören im gewerblichen Bereich, etwa in Großküchen, Laboren und Werkstätten, zum Standard. Im privaten Bereich wird das Ausgussbecken vor allem in Waschküchen, Hauswirtschaftsräumen oder auch im Garten benutzt. Der Ablauf eines Spülsteins ist immer mit einer Art Sieb versehen, um eine Verstopfung der Kanalisation durch größere Gegenstände und Schmutzteile zu vermeiden.


Ausladung

Unter Ausladung versteht man im Kontext von Badezimmermöbeln den Abstand, mit welchem ein Möbelstück von der Badezimmerwand absteht und in den Raum hinein reicht. Hat ein Waschbecken etwa eine Ausladung von 500 Millimetern, so reicht es um 500 Millimeter von der Wand in den Raum hinein. Gemessen wird die Ausladung indem man unmittelbar an der Wand ansetzt und bis zu dem Punkt des Möbelstücks misst, der am tiefsten in den Raum hinein reicht. Die Ausladung eines Möbelstücks gilt es daher in der Badezimmerkonstruktion besonders zu beachten, um den vorhandenen Raum optimal zu nutzen. Übrigens wird der Begriff „Ausladung“ auch im Zusammenhang mit Badarmaturen verwendet. Hier gibt die Ausladung im Prinzip die Länge des Auslaufs an.


Auslauf

Der „Auslauf“ bezeichnet im Sanitärbereich das sichtbare, flache oder runde Rohr, durch welches das Wasser in die Badewanne oder das Waschbecken fließt. Der Auslauf ist Teil der Badezimmerarmatur. Er kann entweder direkt in der Wand (Unterputz), stehend auf dem Fußboden oder dem Badewannenrand montiert werden. Der Auslauf wird passend zu einer Mischbatterie hergestellt und lässt sich sowohl gemeinsam mit der Batterie als auch einzeln erwerben und montieren. Der Wasserstrahl kann mit Hilfe unterschiedlicher Ausläufe sogar geformt werden. Für die Badewanne und Waschbecken werden z.B. sogenannte „Schwallausläufe“ angeboten. Beim Betätigen der Armatur fällt das Wasser sehr breit, ähnlich wie ein Wasserfall, in das Waschbecken oder die Badewanne.