Das kleine Urinale-ABC

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Sie gehören zur Grundausstattung öffentlicher Toiletten in Bürogebäuden, Bahnhöfen und Restaurants – die Rede ist von Urinalen. Die wandhängenden Toilettenbecken sind in der Regel für Männer konzipiert und dienen im Gegensatz zum herkömmlichen WC ausschließlich der Aufnahme und Entsorgung von Urin. Obwohl in der Vergangenheit auch Urinale für Frauen entwickelt wurden, die in der sogenannten Skifahrerhaltung benutzt werden, hat sich das Konzept bis heute nicht flächendeckend durchgesetzt. Doch wie unterscheidet sich das Urinal vom klassischen Sitz-WC und warum ist es auch für das heimische Bad eine Bereicherung? Wir erklären Ihnen alles Wissenswerte.

Welche Vorteile bietet ein Urinal?

Ursprünglich aus einer einfachen Urinalrinne entstanden, bieten moderne Urinale eine komfortable Mischung aus Funktion und Design. Neben der platzsparenden Anordnung überzeugen sie vor allem durch hygienische und umweltschonende Vorteile.

Im öffentlichen Raum werden Urinale gern in Herrentoiletten installiert, da sie weniger Platz benötigen als eine komplette WC-Kabine. So können in der gleichen Zeit mehr Männer ihr „kleines Geschäft“ verrichten – was möglicherweise das Phänomen der kürzeren Warteschlangen vor der Herrentoilette bei Veranstaltungen erklärt.

Ein weiterer Vorteil sind die höheren Hygienestandards. Der Benutzer kommt beim Wasserlassen nicht mit dem Urinal in Kontakt, sodass eine Verbreitung von Bakterien beinahe ausgeschlossen ist. Dank der besonderen Bauweise und praktischen Zielhilfen wie Fliegen und ähnlichen Motiven entstehen wesentlich weniger unerwünschte Spritzer als bei einer klassischen Toilette.

Mit der Nutzung von Urinalen lässt sich außerdem der Wasserverbrauch für die Toilettenspülung deutlich reduzieren. Während herkömmliche WCs zwischen 6 und 12 Liter Wasser pro Spülgang benötigen, kommt das Urinal mit 2 bis 3 Liter aus. Sowohl für die öffentliche Einrichtung als auch das Privatbad besteht somit ein enormes Einsparpotenzial.

Mit Wasserspülung oder ohne – das Trockenurinal als Alternative

Sogenannte Trockenurinale verzichten komplett auf eine Wasserversorgung und setzen spezielle Siphons ein, damit der Urin geruchlos abfließen kann. Dafür stehen aktuell drei verschiedene Techniken zur Verfügung:

Sperrflüssigkeit
Schwimmertechnik
Membrantechnik

Die erste Variante arbeitet mit einer biologischen Flüssigkeit, die leichter als Urin ist. So kann er einfach durchsickern und die Sperrflüssigkeit fungiert als flüssiger Geruchsverschluss. Bei der Schwimmertechnik wird ein hydrostatischer Auftriebskörper eingesetzt, der vom Urin nach unten gedrückt wird. Sobald keine Flüssigkeit mehr nachläuft, schließt der Siphon dicht und geruchsfrei ab. Das dritte Modell funktioniert über eine Klappen-Silikonmembran, die den Urin ohne Rückstau abfließen lässt und unangenehme Gerüche aus dem Abfluss zurückhält.

Ein besonderer Vorteil der wasserlosen Urinale ist die Verhinderung von Urinstein. Denn dieser entsteht aus einer chemischen Reaktion von kalkhaltigem Spülwasser mit Urin – ohne Wasser kann sich auch kein Urinstein bilden.

Urinale für das heimische Badezimmer

Ein Urinal eignet sich sowohl als Ergänzung zum eigenen Bad als auch für ein größeres Gäste-WC. Bei MEGABAD finden Sie über 100 verschiedene Modelle von namhaften Herstellern wie:

Die widerstandsfähigen und beständigen Keramik-Urinale erhalten Sie mit Betätigungsplatte oder Infrarotsensor für die Wasserspülung. Dank der Absaugfunktion wird der Urin schnell und geruchsfrei abtransportiert. Kombinieren Sie ein Vorwand-Urinal aus unserem Angebot mit Ihrer vorhandenen Badeinrichtung oder setzen Sie auf eine komplette Serie aus Waschtisch, Bidet, WC und Urinal.