Bad & Rat - Ratgeber
Übersicht
Ratgeber

Die Duschkabine richtig ausmessen

magazin/images/startseite/ratgeber/DuschkabineMessen/header.jpg
Viele Hersteller von Duschabtrennungen bieten einen sogenannten Aufmaßservice an, bei dem das Fachpersonal des Herstellers die Duschfläche bei Ihnen vor Ort ausmisst. Das bietet sich gerade bei schwierigeren Raumsituationen – etwa bei Dachschrägen – an. Wenn Sie ein Sondermaß benötigen oder eine rahmenlose Dusche bevorzugen, sollten Sie auf jeden Fall den Aufmaßservice in Anspruch nehmen. Bei Duschkabinen mit Standardmaß können Sie durchaus selbst Maß anlegen – aber hier gilt es, ein paar Dinge zu beachten. Wir liefern Ihnen eine kleine Hilfestellung, was damit gemeint ist.

Zunächst einmal ist festzuhalten: Wer seine Duschzone ausmessen will, der sollte sicherstellen, dass sie bereits weitgehend fertiggestellt ist. Die Duschwanne bzw. Duschrinne sollte bereits installiert sein. Auch die Fliesenarbeiten müssen bereits abgeschlossen sein. Im Fall einer „Altkabine“ gilt zu beachten: Messen Sie die Duschtasse aus, nicht die Altkabine. Wird diese demontiert, sollte die neue Duschabtrennung schon bereit stehen, damit Sie nicht unnötig lange ohne Dusche auskommen müssen! Nutzen Sie zum Aufmaß Messwerkzeuge wie einen Zollstock und eine Wasserwaage.
magazin/images/startseite/ratgeber/DuschkabineMessen/01-hsk-duschwanne.jpg
magazin/images/startseite/ratgeber/DuschkabineMessen/02-bette-duschwanne.jpg
Sie sollten auf jeden Fall von vornherein wissen, ob Sie die Duschabtrennung auf einer Duschwanne oder auf dem Boden montieren wollen. Grundsätzlich ist bei der Montage auf Duschwannen das Außenmaß entscheidend. Dieses wird auch als Wanneneinbaumaß bezeichnet. Messen Sie die reinen Außenmaße der Duschwanne, erhalten Sie zugleich das Wanneneinbaumaß.
magazin/images/startseite/ratgeber/DuschkabineMessen/03-montagesituation.jpg
magazin/images/startseite/ratgeber/DuschkabineMessen/04-hoesch-wanneneinbaumass.jpg

Verstellbereich und Einrückmaß

Jedes Wanneneinbaumaß verfügt aufgrund der verschiedenen Montagearten über einen Toleranzbereich, der auch als Verstellbereich bezeichnet wird. Planen Sie zum Beispiel Ihre Duschkabine mit einem Aluminiumprofil auszustatten, kann das Glas innerhalb des Rahmens in gewissen Grenzen – dem Verstellbereich – verschoben werden.

Bei der Montage einer Duschkabine wird diese nicht bündig auf der Außenkante der Duschwanne platziert, sondern um 15-20 mm nach innen eingerückt. Der Abstandswert zwischen der Duschwannenkante und der Kabinenaußenkante wird als Einrückmaß bezeichnet.

magazin/images/startseite/ratgeber/DuschkabineMessen/05-verstellbereich.jpg
magazin/images/startseite/ratgeber/DuschkabineMessen/06-einrueckmass.jpg

Montage auf einer Duschwanne oder dem gefliesten Boden?

Bei Duschkabinen, die für die Montage auf einer Duschwanne ausgelegt sind, ist das vorhin angesprochene Einrückmaß entscheidend. Beispiel: Bei einem Wanneneinbaumaß von 90 cm wird das Einrückmaß ca. 88 cm betragen. Sie bestellen eine „90er“ Duschkabine, diese ist aber tatsächlich nur ca. 88 cm breit.

Wird die Duschabtrennung auf Fliesenboden montiert, wird statt dem Wanneneinbaumaß der Nassbereich gemessen. Soll das Glas mittig auf der Übergangsfuge stehen, bietet sich eine Duschkabine im Sondermaß an – dafür sollten Sie die Hilfe des Herstellers in Anspruch nehmen. Bei einer Nischenlösung ist das sogenannte Lichtmaß relevant, welches die Breite zwischen den beiden Wänden angibt – den Hohlraum, der die Nische bildet. Diese Angaben sind also – je nach Einbausituation – entscheidend: Wanneneinbaumaß, Nassbereich oder Lichtmaß.
magazin/images/startseite/ratgeber/DuschkabineMessen/07-hsk-wanneneinbaumass.jpg
magazin/images/startseite/ratgeber/DuschkabineMessen/08-breuer-nassbereich.jpg
magazin/images/startseite/ratgeber/DuschkabineMessen/09-kermi-lichtmass.jpg
Wichtiger, grundlegender Hinweis: Maßabzüge sollten Sie grundsätzlich nicht vornehmen – bei einer Bestellung sind immer die „realen“ Maße wichtig!

Radius ermitteln

Natürlich sind nicht alle Duschkabinen rechteckig ausgelegt. Wollen Sie eine Runddusche (Viertelkreis-Dusche, Halbkreis-Dusche) montieren, ist der Radius entscheidend. Legen Sie zunächst zwei Maßbänder entlang der Schenkel. Messen Sie anschließend den diagonalen Abstand zwischen der Außenkante der Duschwanne und den sich überkreuzenden Maßbändern. Das nun ermittelte Maß multiplizieren Sie mit 2,41. So erhalten Sie den Radius. Ein Beispiel: Beträgt das ermittelte Maß 207 mm, hat Ihre Duschwanne einen Radius von 500 mm (207 * 2,41 = 498,87).
magazin/images/startseite/ratgeber/DuschkabineMessen/10-runddusche.jpg
Focus Bester Onlineshop