Badewanne zur Dusche umbauen: Das müssen Sie wissen 

Es kann viele Gründe haben, die Badewanne zur Dusche umzubauen. Häufig geschieht dieser Wechsel im Rahmen der barrierefreien Badgestaltung. Wenn durch Erkrankungen oder das Alter der Zugang zur Wanne erschwert wird, dann erleichtert eine bodengleiche Dusche eingeschränkten Personen den Alltag.  

Inhaltsverzeichnis

Vielleicht nutzen Sie aber Ihre Badewanne auch kaum und bevorzugen eher eine schnelle Dusche am Morgen? Dann kann es sich auch für junge Menschen lohnen, die Badewanne durch eine Dusche zu ersetzen. Eine moderne Dusche mit vielen Features bedeutet meist ein ganz neues Badezimmer-Feeling. Ebenerdige Duschen machen das Duschen nicht nur zu einem entspannteren Erlebnis, sie schaffen zudem ein stilvolles Ambiente im Badezimmer. Wie Sie Ihre Badewanne mit möglichst wenig Aufwand durch eine Dusche ersetzen und welchen Preis Sie dafür kalkulieren sollten, erfahren Sie in diesem Ratgeber.  

Badewannenumbau zur Dusche: So hoch sind die Kosten 

Die Umgestaltung des Bades ist natürlich nicht nur eine Frage des Mehrwertes – auch der finanzielle Aufwand muss dabei berücksichtigt werden. Eine Badewanne zur Dusche umzubauen, verursacht Kosten. Wie hoch diese ausfallen, richtet sich in erster Linie nach dem geplanten Umfang der Maßnahme und den verbauten Materialien. Hierbei gibt es große Qualitätsunterschiede. Nachfolgend eine Beispielrechnung, welche Kosten dabei auf Sie zukommen könnten. 

Badewanne durch Dusche ersetzen: Preis-Beispiel  

Entfernung der Badewanne

ca. 1.000 Euro

Einbau der Dusche 

ca. 2.000 Euro

Kronenbach Duschsystem 2.0 

ca. 375 Euro 

Kronenbach „Cube“ Mineralguss-Duschwanne 90 cm x 90 cm 

ca. 365 Euro

Kronenbach Eckdusche „Tube“ 90 cm x 200 cm 

ca. 545 Euro

Gesamtkosten

ca. 4.285 Euro

Der Badewannenumbau zur Dusche kann jedoch auch höhere oder geringere Kosten verursachen. Dies hängt sehr stark von den örtlichen Gegebenheiten ab sowie davon, wie luxuriös Ihre neue Dusche ausgestattet sein soll.  

Wird ein barrierefreier Badumbau notwendig, können Sie Fördermittel zur Finanzierung des Umbaues beantragen.

Fördermittel für einen barrierefreien Badumbau 

Möchten Sie Ihre Badewanne in eine Dusche umwandeln, weil Sie aufgrund einer körperlichen Einschränkung einen barrierefreien Badumbau benötigen? Dann übernimmt die Pflegekasse die Kosten dafür anteilig. Voraussetzung ist ein vorhandener Pflegegrad. In diesem Fall erhalten Sie einen Zuschuss von bis zu 4.000 Euro. Der Zuschuss muss direkt bei der Pflegekasse zusammen mit einem Kostenvoranschlag für den Badumbau beantragt werden.  

Zudem fördert auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) altersgerechte Wohnraumsanierungen. Privatpersonen, die Barrieren in ihrem Zuhause reduzieren wollen, können Förderungen bis 6.250 Euro unabhängig von ihrem Alter oder einem eventuellen Pflegegrad beantragen.  

Die passenden Duschwanne finden

Sanierung in Mietwohnungen: So können Sie eine Badewanne gegen eine Dusche tauschen 

Haben Sie eine Wohnung mit Badewanne gemietet und würden daraus jedoch viel lieber eine Dusche machen? Bevor Sie auf eigene Faust die Badewanne zur Dusche umfunktionieren, sollten Sie zunächst in Kontakt mit Ihrem Vermieter treten. Denn: Wer die Badewanne ausbauen und eine Dusche einbauen möchte, plant eine bauliche Veränderung, für die zwingend die Zustimmung des Vermieters vorliegen muss. Kleine Änderungen, die beim Auszug wieder rückgängig gemacht werden können, sind erlaubt. Wer aber größere Umbauarbeiten plant – und dazu gehört auch der Badewannenumbau – muss vorher um Erlaubnis fragen.  

Ist der Vermieter einverstanden, dann tragen Sie die Kosten für den Umbau dennoch selbst. Der Vermieter bzw. Eigentümer der Wohnung ist lediglich dazu verpflichtet, die Funktionalität der Sanitärelemente sicherzustellen. Für alle weiteren Wünsche kommt der Mieter auf. Demnach ist ein Umbau der Badewanne zur Dusche auch in der Mietwohnung möglich – die Zustimmung des Eigentümers vorausgesetzt.  

Achtung: Badumbau unbedingt vom Profi durchführen lassen! 

Ist es zu einer Einigung gekommen, dann sollten Sie den Umbau der Badewanne zur Dusche unbedingt von einer Fachfirma durchführen lassen, um mögliche Schäden an der Wohnung zu vermeiden. 

Teilsanierung des Bades ohne nachhaltige Schäden  

Wer nur eine Teilsanierung des Bades plant und dabei seine Badewanne zur Dusche umbauen möchte, braucht keine Angst vor Schäden an Fliesen und Mauerwerk zu haben. Wird der Umbau korrekt durchgeführt, können die vorhandenen Fliesen an der Wand bleiben, sodass ein unkomplizierter Rückbau jederzeit möglich ist. Der Modernisierung des Bades steht also aus dieser Perspektive nichts im Weg.  

Verschiedene Duschsysteme im Vergleich  

Kronenbach Lima 2.0 Black Aufputz-Duschsystem

Kronenbach Quara 2.0 Unterputz-Brausearmatur

Wenn die Entscheidung gefallen ist, die Badewanne zur Dusche umzubauen, haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Duschsystemen. Diese unterscheiden sich nicht nur nach Design und Bedienung, sondern auch nach ihrer Montageart. Dabei haben Sie die Wahl zwischen zwei Varianten: 

Aufputzmontage

Diese Duschsysteme werden vollständig vor der Wand montiert – lediglich die Leitungen sind in der Wand verlegt. 

Unterputzmontage

Bei Duschen mit Unterputzmontage ist alles außer der Brause und dem Hebel in der Wand versteckt. Sie gelten als moderner Standard in der luxuriösen Badgestaltung. 

Darüber hinaus treffen Sie die Entscheidung für eine geeignete Armatur. Während früher eher Einhebelmischer und Zweigriff-Mischarmaturen verbaut wurden, zählen heute Thermostatarmaturen zur Standardausstattung eines modernen Badezimmers. Darüber können Sie Ihre Wunschtemperatur beim Duschen exakt einstellen, ohne die Hebel aufwändig zu justieren. Thermostatarmaturen gibt es entweder mit einem Drehschalter oder die Einstellung erfolgt über Drucktasten.  

Wasseranschlüsse und Abfluss: Das gilt es zu beachten  

Wenn Sie Ihre Badewanne zur Dusche umfunktionieren wollen, dann muss ein entsprechender Anschluss an das Wasser- und das Abwassersystem des Hauses vorhanden sein. Da es bereits bei der Badewanne sowohl einen Wasseranschluss als auch einen Abfluss gegeben hat, sind die Voraussetzungen beim Badumbau hier schon erfüllt. Nur dann, wenn eine Dusche an einer Stelle eingebaut werden soll, an der es bislang weder Badewanne noch Dusche gegeben hat, sind aufwändige Umbau- und Verlegearbeiten nötig.  

Weil der Wasserhahn bei einer Badewanne weiter unten sitzt als der benötigte Wasseranschluss für die Brause, müssen entsprechende Rohrverbindungen platziert werden, um eine Verbindung zwischen dem alten Zulauf der Badewanne und dem neuen Duschzulauf herzustellen. Da der Wasseranschluss jedoch bereits vorhanden ist, ist dies meist mit wenig Aufwand verbunden.  

Elektroanschlüsse für die neue Dusche  

In bestehenden Badezimmern sind bereits Rohrleitungen und Elektroanschlüsse vorhanden. Für den Einbau einer klassischen Duschkabine mit Einhebelmischer oder Zweigriffmischer sind keine aufwändigen Elektroinstallationen erforderlich. Die Wasseranschlüsse werden von der bestehenden Badewanne genutzt.  

Diese Bodenbelag- und Fliesenarbeiten sind erforderlich  

Haben Sie einen Fliesenspiegel im Bereich Ihrer Badewanne? Dann lautet die gute Nachricht, dass Sie diesen nicht zerstören müssen, um Ihre Badewanne zur Dusche umzufunktionieren. Die Duschkabine kann in aller Regel einfach auf den bestehenden Fliesenspiegel aufgesetzt werden.  

Ein Fliesenspiegel im Bereich der Badewanne kann in der Regel unbeschadet behalten und in den Umbau integriert werden.

Lediglich bei der Befestigung der Armatur ist es nötig, in die Fliesen bzw. Fugen zu bohren oder einige Fliesen zu entfernen, sollten Sie eine Unterputzarmatur wünschen. Bei einem nachträglichen Einbau einer solchen Armatur werden die Fliesen an dieser Stelle später neu verlegt. Wird die Badewanne entfernt, muss auch eventuelles Mauerwerk mit entsorgt werden. Dazu wird zunächst der vorhandene Untergrund kontrolliert, auf dem später die Duschwanne eingebaut werden soll. Eventuell muss an dieser Stelle der Estrich angepasst und geebnet werden.  

Duschkabine an die Wand bringen: Diese Möglichkeiten haben Sie  

Im Rahmen einer Umrüstung von Badewanne zu Dusche muss schließlich auch eine Duschkabine an die Wand gebracht werden. Auch hier brauchen Sie keine Angst um Ihren Fliesenspiegel zu haben: Die einzelnen Wände werden miteinander verschraubt und dann über Wandhalterungen oder Wandwinkel fest mit der Wand verbunden. Es gibt bereits viele smarte Lösungen, die Halterungen entweder auf dem Putz mit einem kleinen Nagel zu fixieren oder in der Fugenmasse der Fliesen zu verschrauben.

Bei der großen Auswahl an Duschkabinen und Duschabtrennungen findet sich für fast jeden vorhandenen Raum eine individuelle Lösung. Ist Ihr Badezimmer eher kompakt und steht Ihre neue Dusche in einer Nische, benötigen Sie meist nur eine einzelne Drehtür. Aber auch Fünfeck-Duschen, Rund-Duschen oder Eck-Duschen sind nach wie vor beliebt und eignen sich gut für kleinere Räume.  

Sie verfügen über ein sehr geräumiges Bad? Dann kann eine moderne Walk-In-Dusche eine tolle Lösung sein. Hier wird meist nur eine Seitenwand verbaut, die als Spritzschutz dient oder den Trocken- vom Nassbereich trennt. Viele Seitenwände sind jedoch auch in Kombination mit einer Tür erhältlich und lassen sich sowohl frei im Raum als auch in einer Ecke oder Nische platzieren

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Badewanne zur Dusche umbauen: So geht es Schritt für Schritt  

  • Entfernung der alten Badewanne inkl. Mauerwerk  
  • Entsorgung von Wanne und Schutt  
  • Bodenarbeiten: Untergrundkontrolle & Anpassung des Estrichs 
  • Herstellen eines Bodenablaufs 
  • Fachgerechte Abdichtung der Flächen hinter der Dusche 
  • Verlegung der Rohre für Duscharmatur & Kopfbrause  
  • Einsetzen der Duschfläche  
  • Einbau von Rückwänden & Seitenteilen der Duschkabine  
  • Installation der Armaturen  
  • Aufräumarbeiten

Je nach räumlichen Voraussetzungen und Art des Duschsystems kommen weitere Arbeiten hinzu. Wenn Sie sich zum Beispiel für eine elektrische Armatur entscheiden, dann muss diese von einer Elektrofirma noch mit der Elektroinstallation verbunden werden.

Eine moderne Walk-In Dusche vereint minimalistisches Design, Funktionalität und Komfort für ein entspannendes Duscherlebnis.

Welche Vorteile hat es, eine Badewanne durch eine Dusche zu ersetzen? 

Jeder Mensch hat unterschiedliche Gewohnheiten. Während die einen stundenlang in der Badewanne liegen, Musik hören und lesen, bevorzugen die anderen lieber eine schnelle Dusche. Finden Sie im Folgenden fünf Argumente, warum es sich lohnt, Ihre Badewanne zur Dusche umbauen zu lassen.  

  • Platzvorteil: Selbst geräumige Duschen brauchen weniger Platz im Bad. Dieser gewonnene Freiraum eröffnet Ihnen ganz neue Möglichkeiten für die Badgestaltung.  
  • Baddesign: Eine Dusche ist im heutigen Badezimmer nicht mehr nur Mittel zum Zweck, sondern auch ein wichtiges Designelement, mit dem Sie Ihrem Bad einen modernen und luxuriösen Look verleihen können. 
  • Wasserverbrauch: Selbst bei ausgiebigem Duschen wird weniger Wasser verbraucht als bei einem Vollbad. Zum Vergleich: Während ein Vollbad im Durchschnitt 150 Liter verbraucht, werden nur maximal 50 Liter für eine Fünf-Minuten-Dusche benötigt.  
  • Reinigungsaufwand: Die Reinigung einer Badewanne erfordert in der Regel einen weitaus höheren Reinigungsaufwand, da sich Schmutzreste am Wannenrand sammeln.  
  • Barrierefreiheit: Im Gegensatz zur Badewanne erfordert eine ebenerdige Dusche keinen Einstieg, weshalb sie im Falle einer körperlichen Beeinträchtigung den Alltag erleichtern kann. 

Häufig gestellte Fragen 

Wie lange dauert der Umbau einer Badewanne zur Dusche?

Wenn Sie eine Badewanne gegen eine Dusche ersetzen wollen, planen Sie dafür etwa einen Werktag ein. Bevor die Dusche einsatzbereit ist, müssen zunächst sämtliche Silikonfugen trocknen. Daher können Sie die neue Dusche in der Regel am nächsten Werktag benutzen.

Wann zahlt die Pflegekasse eine neue Dusche?

Die Pflegekasse übernimmt den Umbau anteilig, wenn mindestens der Pflegegrad 1 vorliegt.

Kann ich in jedem Bad eine ebenerdige Dusche einbauen?

Ob der Einbau einer ebenerdigen Dusche möglich ist, hängt von der Aufbauhöhe des Bodens, also der Bodenstärke, ab. In Neubauten gibt es meistens bereits einen höheren Bodenaufbau, sodass die technischen Leitungen problemlos verlegt werden können. In Altbauten ist die Montagehöhe oft geringer – hier müssen individuelle Lösungen her.

Werden Wände und Boden durch den Umbau beschädigt?

Der Umbau von Badewanne zu Dusche gelingt ohne große Schäden. Fliesen bleiben weitgehend erhalten und müssen nur im Bereich der Armaturen ersetzt werden, wenn Sie sich für eine Unterputzarmatur entscheiden.

Megabad Redaktion

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