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Installation einer Duschrinne

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Extrem flache oder gar bodengleiche Duschen liegen im Trend. Sie ermöglichen in jedem Alter sowie bei Krankheit oder einer Gehbehinderung einen mühelosen Einstieg. Vor allem aus ganz modern eingerichteten Bädern sind sie nicht wegzudenken. Was früher dem teuren Spa-Bereich vorbehalten war, gibt es längst auch für Ihre persönliche Wellnessoase. Mit einer gewissen Erfahrung in Sachen Sanitärmontage kann man eine bodengleiche Dusche mit der dazugehörigen Duschrinne auch in Eigenregie installieren. In diesem Beitrag beschäftigen wir uns mit der Frage, was Sie dazu benötigen, wie Sie vorgehen müssen und was bei der Montage einer Duschrinne zu beachten ist.

Vorzüge von Duschrinnen

Geflieste Duschflächen mit Duschrinne haben ihren Charme. Wenn Sie sehr großen Wert auf Design und Individualität legen, können Sie mit Fliesen eine wirklich einzigartige Dusche erschaffen. Was die Größe angeht, zeigt Ihnen nur Ihr Badezimmer die Grenze auf. Da Fliesen in vielen verschiedenen Größen, Farben und mit diversen Oberflächenarten erhältlich sind, bieten sie die ideale Voraussetzung für die Gestaltung des persönlichen Wellnesstempels. Und auch die Duschrinne können Sie in den meisten Fällen genau dort platzieren, wo es Ihnen am besten gefällt. Geflieste Duschen mit Duschrinne lassen sich leicht reinigen. Sollten die Fugen nach einer gewissen Zeit unansehnlich werden, lassen sie sich problemlos ersetzen. Das Neuverfugen ist auch für Laien kein Problem. Achten Sie beim Kauf jedoch unbedingt darauf, dass die Bodenfliesen der Klasse R10 oder R11 entsprechen – nur dann sind sie besonders rutschhemmend und für den Nassbereich geeignet. Wir empfehlen Ihnen zudem die Wahl besonders großformatiger Fliesen. Diese lassen den Raum optisch großzügiger erscheinen und sich zur Duschrinne hin mit wenig Arbeitsaufwand durchgehend verlegen.

Soll bei der Renovierung oder Neueinrichtung Ihres Badezimmers eine Duschrinne eingebaut werden, kommen bereits vor dem Kauf wichtige Eigenschaften zum Tragen. Denn eine Duschrinne muss über eine ausreichend hohe Ablaufleistung verfügen. Ob Ihr gewünschtes Duschsystem oder Ihre bereits vorhandene Brause mit einer bestimmten Duschrinne kompatibel ist, können Sie in den jeweiligen Produktinformationen nachlesen. Neben der Ablaufleistungen sind auch die Aufbauhöhe sowie das Gefälle entscheidende Kriterien. Bei einem Einbau der Duschrinne direkt an der Wand genügt ein Gefälle von 0,5 bis 1,5 Prozent, damit das Wasser zuverlässig ablaufen kann und Ihr Bad nicht überschwemmt. Prinzipiell ist die Installation bei den meisten Herstellern gleichermaßen auch im freien Raum möglich, wenn auch mit etwas mehr Aufwand verbunden.

Einbau der Duschrinne

Bitte beachten Sie: die folgende Anleitung soll nur einen grundsätzlichen Überblick über den Einbau einer Duschrinne gewähren. Je nach Modell können die einzelne Schritte abweichen. Bitte beachten Sie beim Einbau Ihrer Duschrinne immer die Anleitung des Herstellers und die gesetzlichen Vorgaben, was die notwendige Abdichtung angeht. Der Einbau durch einen Laien ist nicht empfehlenswert und wir übernehmen auch keine Gewähr bei etwaigen Folgeschäden oder Kosten.
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Der Platz für eine bodengleiche Dusche mit Duschrinne muss bei Neubauten detailliert im Bauplan vorgesehen sein, denn es wird eine Aussparung im Estrich benötigt. Bei Altbauten ist die Aufbauhöhe des Bodens unbedingt zu beachten. Der erste Schritt vor der Installation der Duschrinne liegt darin, den Einbauort mit einem Handfeger oder einem Industriesauger zu säubern (Bild 1). Anschließend sollten Sie Randdämmstreifen zur Schallentkopplung seitlich bzw. an der Wand anbringen (Bild 2) und eine passend zurechtgeschnittene Schallschutzmatte auf dem Boden der zukünftigen Dusche mit Estrich festkleben. Nutzen Sie andernfalls Schallentkopplungsgummis, die sich im Lieferumfang einiger Hersteller befinden. Auch an der Duschrinne selbst lassen sich schalldämpfende Klebestreifen anbringen (Bild 3).
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Richten Sie die Duschrinne aus und zeichnen Sie auf dem Beton oder der Schallschutzmatte die Löcher auf, die Sie anschließend bohren (Bild 4). Nun gilt es, die Duschrinne zu positionieren und in der Höhe anzupassen (Bild 5). Nutzen Sie eine Wasserwaage, um die Duschrinne korrekt auszurichten. Bei einigen Modellen geschieht dies, bevor die Montagefüße mit Dübeln fest im Estrich verankert werden; bei anderen gibt es die Möglichkeit, mit Flügelschrauben zu justieren. Beachten Sie deshalb unbedingt die individuelle Einbauanleitung, die beim Kauf Ihrer Duschrinne mitgeliefert wird. Vergessen Sie auch nicht, den Montagekleber aufzutragen (Bild 6).
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Der Abfluss (Bild 7) lässt sich senkrecht oder waagegerecht abführen. Gebogene Verbindungsstücke erleichtern die Kopplung zwischen Abfluss der Duschrinne, Geruchsverschluss und Abflussrohr. Indem Sie etwas Wasser in das montierte Rohr schütten, können Sie die Dichtigkeit prüfen (Bild 8). Wenn die Rinne fest am gewünschten Ort installiert und mit Rohren an die Abwasserleitung angeschlossen ist, folgt der weitere Bodenaufbau. Sie können Baufolie als Trennlage verwenden (Bild 9).
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Anschließend wird der Estrich aufgetragen, wobei das notwendige Gefälle mit einer Wasserwaage sichergestellt werden muss. Nach einer Trocknungspause des Estrichs (Bild 10) geht es mit der sorgfältigen Verbundabdichtung weiter, die gewährleistet, dass in der Nasszelle keine Schäden durch die Feuchtigkeit rund um die Duschrinne entstehen (Bild 11). In den letzten Schritten kann die Dusche gefliest und verfugt werden. In der Regel gibt es eine Wandaufkantung zur sauberen Anarbeitung der Dichtung (Bild 12). Vergessen Sie also nicht, eine Dehnfuge zwischen dem äußeren Rahmen der Duschrinne und den Platten der Fliesen vorzusehen.
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Nach der Verfliesung des Bodens (Bild 13) werden die Fugen mit Silikon ausgefüllt (Bild 14). Als finalen Schritt setzen Sie einfach die Abdeckung in die Rinne ein (Bild 15). Es sind sogar befliesbare Varianten erhältlich, die die gesamte Duschrinne fast unsichtbar machen. Andere Abdeckungen sind beleuchtet. Dies ist aber ganz von Ihrem persönlichen Geschmack abhängig.

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