Eine Duschrinne ist ein wichtiger Bestandteil einer funktionierenden Dusche. Sie sorgt dafür, dass das Wasser beim Duschen abläuft und verhindert, dass es im Badezimmer den Boden überflutet. Eine richtig installierte Duschrinne kann dazu beitragen, dass das Badezimmer trocken und hygienisch bleibt. In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen, wie Sie eine Duschrinne selbst installieren können.
Inhaltsverzeichnis
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Wussten Sie, dass …
… für das fachgerechte Einbauen einer Duschrinne ein Gefälle von exakt 2 % notwendig ist? Diese Neigung von 2 cm pro Meter ermöglicht im Gegensatz zum Punktablauf ein einseitiges Gefälle, sodass großformatige Fliesen ohne zusätzliche Trennschnitte verlegt werden können. Dies gewährleistet einen optimalen Wasserablauf und ein optisch durchgängiges, barrierefreies Bodenbild.
Duschrinne einbauen: Barrierefrei und modern
Extrem flache oder gar bodengleiche Duschen liegen im Trend. Sie ermöglichen in jedem Alter sowie bei Krankheit oder einer Gehbehinderung einen mühelosen Einstieg. Vor allem aus ganz modern eingerichteten Bädern sind sie nicht wegzudenken. Was früher dem teuren Spa-Bereich vorbehalten war, gibt es längst auch für Ihre persönliche Wellnessoase. Mit einer gewissen Erfahrung in Sachen Sanitärmontage kann man eine bodengleiche Dusche mit der dazugehörigen Duschrinne auch in Eigenregie installieren. In diesem Beitrag beschäftigen wir uns mit der Frage, was Sie für eine fachgerechte Badplanung benötigen, wie Sie konkret vorgehen und was bei der Montage einer Duschrinne zu beachten ist.
Hinweis: Weitere Inspirationen und aktuelle Badtrends finden Sie in unserem Magazinbeitrag „Badezimmer-Trends 2026: Das ist wirklich angesagt“.
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Vorzüge von Duschrinnen
Geflieste Duschbereiche mit Duschrinnen bieten maximale Freiheit bei der Gestaltung Ihrer persönlichen Wellnessoase. Sie kombinieren individuelles Design mit praktischen Funktionen für jeden Grundriss.
Lesetipp: Für weiterführende Informationen und eine detaillierte Entscheidungshilfe empfehlen wir unseren umfassenden „Duschrinne: Stilvolles Design für Ihr modernes Badezimmer“. Dort finden Sie alle technischen Details zu den verschiedenen Modellen und Funktionen im Überblick.
Die Vorteile auf einen Blick:
- Barrierefreiheit: Ermöglicht einen schwellenlosen, sicheren Einstieg in jedem Alter.
Tipp: Barrierefreie Dusche – Planungstipps.
- Großzügige Optik: Besonders großformatige Fliesen lassen den Raum optisch weiter wirken.
- Individuelle Platzierung: Die Rinne kann flexibel an der Wand oder frei im Raum installiert werden.
- Einfache Reinigung: Duschrinne und Fliesenoberflächen sind leicht zu pflegen.
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Planungstipp: Duschrinne richtig wählen
Ob im Neubau oder bei einer Renovierung – vor dem Kauf sind die Ablaufleistung, die Aufbauhöhe und das Gefälle entscheidend. Prüfen Sie in den Produktinformationen, ob die Rinne mit Ihrem Duschsystem kompatibel ist. Während bei der Wandmontage meist ein Gefälle von 0,5 bis 1,5 % ausreicht, ist eine Installation im freien Raum zwar möglich, jedoch mit einem höheren Montageaufwand verbunden.
Einbau der Duschrinne
Bitte beachten Sie: Die folgende Anleitung soll nur einen grundsätzlichen Überblick über den Einbau der Duschrinne gewähren. Je nach Modell können die einzelnen Schritte abweichen. Beachten Sie beim Installieren immer die Herstellervorgaben und gesetzliche Normen zur Abdichtung. Da der fachgerechte Duschrinne-Einbau entscheidend für die Schimmelfreiheit ist, empfiehlt sich im Zweifel die Beauftragung eines Fachbetriebs.
Um eine Duschrinne richtig einzubauen, sollten Sie folgende Kernaspekte berücksichtigen:
- Positionierung und Abstand: Bei der Planung stellt sich oft die Frage: Duschrinne – wo platzieren? Ein geringer Abstand der Duschrinne zur Wand erleichtert das Gefälle, jedoch muss genügend Platz für die Flansche und die fachgerechte Abdichtung bleiben.
- Gefälle und Ablauf: Ein korrektes Duschrinne-Gefälle von etwa 2 % ist essenziell, damit das Wasser zuverlässig abfließt. Dies gilt sowohl für den Untergrund als auch für das spätere Gefälle der Fliesen.
- Einbauhöhe: Besonders bei Sanierungen im Altbau empfiehlt es sich, eine Duschrinne flach einzubauen, um die oft geringe Bodenaufbauhöhe einzuhalten.
- Abdichten und Verfugen: Das Duschrinne montieren und abdichten erfordert spezielle Dichtbänder und Flüssigabdichtungen (Verbundabdichtung). Beim Abschluss stellt sich oft die Frage: Duschrinne – Silikon oder Fugenmasse? Der Übergang zwischen Rinne und Fliese muss als Wartungsfuge dauerelastisch mit Silikon abgedichtet werden, um Spannungsrisse zu vermeiden.

1. Reinigung der Arbeitsfläche

2. Wanddämmstreifen anbringen

3. Schallschutzstreifen anbringen
Damit eine bodengleiche Dusche perfekt gelingt, ist eine sorgfältige Vorbereitung die wichtigste Grundlage. Während Sie beim Neubau die nötige Aussparung direkt im Estrich einplanen, ist beim Duschrinne nachträglich einbauen im Altbau vor allem die vorhandene Aufbauhöhe das entscheidende Kriterium.
Bevor Sie die Duschrinne installieren, bereiten Sie den Untergrund wie folgt vor:
- Reinigung: Säubern Sie den Einbauort gründlich mit einem Handfeger oder Industriesauger.
- Schallschutz: Bringen Sie Randdämmstreifen an den angrenzenden Wänden an, um eine Schallentkopplung zu gewährleisten. Kleben Sie zudem eine passgenaue Schallschutzmatte auf den Bodenbelag oder nutzen Sie beiliegende Schallentkopplungsgummis des Herstellers.
- Zusatzschutz: Für optimalen Komfort empfiehlt es sich, auch die Duschrinne selbst mit schalldämpfenden Klebestreifen zu versehen.

4. Anzeichnen der Bohrlöcher

5. Ausrichten der Duschrinne

6. Auftragen des Montageklebers
Sobald der Untergrund vorbereitet ist, folgt die präzise Ausrichtung der Entwässerungseinheit. Gehen Sie beim Duschrinne montieren wie folgt vor:
- Anzeichnen: Richten Sie die Duschrinne aus und markieren Sie die Bohrlöcher auf dem Beton oder der Schallschutzmatte.
- Positionieren & Ausrichten: Passen Sie die Duschrinne beim Einbau in der Höhe an und richten Sie diese mit einer Wasserwaage exakt horizontal aus. Je nach Modell werden hierbei die Montagefüße fest im Estrich verankert oder per Flügelschraube justiert.
- Fixieren: Tragen Sie den Montagekleber auf, um die Installation stabil abzuschließen.

7. Ummanteltes Abflussrohr anbringen

8. Prüfung der Dichtigkeit

9. Baufolie als Trennlage
- Anschließen: Der Abfluss lässt sich wahlweise senkrecht oder waagerecht abführen. Verwenden Sie gebogene Verbindungsstücke, um den Abfluss der Duschrinne, den Geruchsverschluss und das Abflussrohr miteinander zu koppeln.
- Dichtigkeit prüfen: Schütten Sie eine kleine Menge Wasser in das montierte Rohr, um die Verbindung vor dem weiteren Verschluss auf Dichtigkeit zu kontrollieren.
- Bodenaufbau: Sobald die Rinne fest installiert und an die Abwasserleitung angeschlossen ist, erfolgt der weitere Bodenaufbau, wobei Baufolie als Trennlage dienen kann.

10. Estrich trocknen lassen

11. Verbundabdichtung

12. Wandaufkantung mit 20 mm „Podest“
- Estrich auftragen: Tragen Sie den Estrich (Gefälleestrich) auf und achten Sie dabei mithilfe einer Wasserwaage penibel auf das notwendige Gefälle der Duschrinne von etwa 2 %. Halten Sie nach dem Glätten die vorgeschriebene Trocknungspause ein.
- Abdichten: Führen Sie eine sorgfältige Verbundabdichtung faltenfrei durch. Das Duschrinne abdichten ist essenziell, um Feuchtigkeitsschäden im Untergrund rund um die Rinne zu verhindern.
Lesetipp: Dusche abdichten: Schritt-für-Schritt-Anleitung.
- Fliesen und Verfugen: Nutzen Sie die Wandaufkantung für eine saubere Anarbeitung der Dichtung. Beim anschließenden Duschrinne-Fliesen muss zwischen dem Rahmen der Rinne und den Fliesen eine Dehnfuge eingeplant werden, die dauerelastisch mit Silikon abgedichtet wird.

13. Verfliesung des Bodens

14. Fugen werden mit Silikon ausgefüllt

15. Abdeckung wird eingesetzt – fertig!
- Boden fertigstellen: Schließen Sie die Verlegung der Bodenfliesen ab, sodass eine ebene Fläche zur Rinne hin entsteht.
- Fugen abdichten: Füllen Sie die Anschlussfugen zwischen der Rinne und dem Fliesenbelag sorgfältig mit Silikon aus. Diese elastische Wartungsfuge ist wichtig, um die Duschrinne mit Silikon abzudichten und so Spannungsrisse zu vermeiden.
- Abdeckung einsetzen: Als finalen Schritt setzen Sie die Abdeckung in die Rinne ein. Je nach Geschmack können Sie hierbei zwischen klassischen Edelstahl-Varianten, beleuchteten Modellen oder fast unsichtbaren, befliesbaren Abdeckungen wählen.
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Der fachgerechte Einbau Ihrer Duschrinne
Ein fachgerechter Duschrinne-Einbau verbindet moderne, barrierefreie Ästhetik mit höchster Funktionalität für Neubau und Sanierung. Maßgeblich für ein perfektes Ergebnis sind die präzise Planung der Ablaufleistung, ein exaktes Gefälle von 2 % sowie eine lückenlose Verbundabdichtung. Die sorgfältige Versiegelung der Anschlussfugen mit Silikon schützt Ihr Badezimmer dabei dauerhaft vor Feuchtigkeitsschäden. Mit der Wahl einer passenden Abdeckung vollenden Sie Ihre bodengleiche Dusche zu einem langlebigen und stilvollen Highlight.












